Apps, Apps, Apps…
12.08.2010 | Von RomanSmartphone User nutzen Apps und Unternehmen wollen Apps – aber wie sieht das denn genauer aus mit den Apps? Welche Möglichkeiten gibt es? Warum sollte sich ein Unternehmen für eine App entscheiden und wenn, für welche Art?
Smartphone Apps können einerseits ein bestehendes Webangebot ergänzen oder eine komplett losgelöste Präsenz im Mobile Web sein.
Grundsätzlich lassen sich Apps in 2 Kategorien unterteilen:
- Native Apps – vollwertige Miniprogramme, die auf dem Gerät gespeichert werden
- Web Apps – eine mit Funktionen erweiterte Website im Look&Feel einer vollwertigen App
Obwohl es also nun diese 2 Typen gibt, suchen Unternehmen meist nach einer Native App. Ohne Frage, sind diese Applikationen cool und sexy. Als erfahrene Smartphone User finden auch wir, dass es wirklich gut programmierte Applikationen gibt.
Bei näherer Betrachtungsweise fällt aber auf, dass oftmals die an eine Smartphone App geknüpften Anforderungen nicht zwingend nur mit einer Native App zu erlangen sind, sondern ebenso mit einer Web App realisiert werden können.
Wann also ist es besser sich für eine Native App zu entscheiden?
- Möchte man gerätespezifische Funktionen in der App nutzen (z.B. Bewegungssteuerung, lokal – auf dem Gerät – gespeicherte Daten, etc.)
- Wenn man sicherstellen möchte, dass die Inhalte auch offline verfügbar sind
- Wenn man sich mit dem Verkauf der App selbst ein Geschäftsmodell erwartet
Web Apps warten bisher mit keinen effizienten Vermarktungsmodellen auf. Im Gegensatz dazu, bieten sich App-Stores (z.B. iTunes) dazu an, die App zu vermarkten. Natürlich birgt dies keine Garantie für einen Verkaufserfolg: Fakt ist, dass viele Apps in der Masse der Apps in den App-Stores untergehen
Wann ist es im Gegensatz besser, sich für deine Web App zu entscheiden?
- Die eigene Website besitzt denselben Content, den die mobile Version haben soll.
- Man ist interessiert daran, sich Usern – unabhängig davon welches Gerät sie nutzen – zu öffnen.
Web Apps werden auf allen Smartphones angeboten – ein Web Browser auf dem Gerät ist die einzige Voraussetzung - Man möchte seine App selbst bewerben, verbreiten und nicht von einem App Store abhängig sein.
- Man möchte die Gefahr ausschließen, von den Betreibern eines App Stores abgelehnt zu werden. Wird die Veröffentlichung der App – aus welchen Gründen auch immer – abgelehnt, so hält man eine nahezu unnütze Software in Händen. Web Apps benötigen keinen Genehmigungsprozess
- Man möchte, dass die App in mobilen Suchabfragen erscheint
Da immer mehr User das Mobile Web nutzen, werden mobile Suchabfragen immer wichtiger – eine Platzierung darin, immer prominenter - Die Kosten – Generell gesprochen ist die Entwicklung einer Native App teurer, als die einer Web App.
- Die Weiterentwicklung – Oft führt das Feedback von Usern zu neuen Ideen oder ungeplanten Änderungen und Verbesserungen des Aussehens oder der Funktionalität. Es ist einfacher und kostengünstiger, eine Web App zu überarbeiten
Mehr als doppelt so viele Gründe sprechen hier also für eine Web App. Zur Illustration hier ein Beispiel für eine Web App und das Pendant dazu als Native App am prominenten Beispiel Facebook:
Web App Native App
Für beide Varianten gilt es dabei folgenden Grundsatz zu beachten:
Es hält sich hartnäckig die eingängige Meinung, dass Apps zu Selbstläufern mutieren und die Userschaft sich danach reißt. Das funktioniert bei richtig großen, international bekannten Marken. Wir kleineren Unternehmen müssen dafür ein wenig nachhelfen. Die Kommunikation und Verbreitung der frohen Kunde ist unbedingt von Nöten – am besten gestützt durch einen fundierten Plan.
Michael Mace (Rubicon Consulting, Silicon Valley) drückt es etwas dramatisch aus:
„If you’re a mobile developer, you should consider stopping native app development and shifting to a mobile-optimized website.”
Zooners setzt auf die Technik der Web Apps.
Stay zooned for more…


